Vor Ostern macht sich Cordast „fit 4 future“

In der Woche vor Ostern lernen die Schülerinnen und Schüler der Schule Cordast keine Multiplikationen in Mathematik und keine Verbkonjugationen in Französisch. „Fit 4 future“ lautet das Motto! Fit für die Zukunft machen sich die Schülerinnen und Schüler mit viel Bewegung, bewusster Ernährung und mit Fitness fürs Gehirn. Am Montag und Dienstag wird getanzt, Skateboard gefahren, OL gelaufen, Eishockey und Minigolf gespielt und sich mit Yoga entspannt. Die Schülerinnen und Schüler können aus einem breiten Bewegungsangebot wählen und lernen eine Choreographie im Breakdance, sich beim OL mit einer Karte im Wald zurechtzufinden und beim Minigolf präzise einzulochen.

 

Weiter geht es am Mittwochmorgen mit allen Sinnen beim Ertasten, Beschnuppern, Betrachten und schliesslich Kosten einer Reiswaffel. Was das Ohr mit Essen zu tun hat? Spätestens wenn die versammelten hundert Schülerinnen und Schüler in der Turnhalle gleichzeitig auf eine Reiswaffel beissen wird dies sonnenklar.

 

Die Kindergartenkinder erproben ihr Gehör beim ersten Workshop des Morgens gleich nochmals genauer: in 18 gelben Filmdosen verstecken sich 9 verschiedene Lebensmittel. Welche Dosen gehören zusammen? Was könnte darin versteckt sein? Diese Rätsel können nur mit den Ohren gelöst werden und sorgen für konzentrierte Gesichter.

 

Die 1. Klasse diskutiert engagiert im Joghurt-Degustations-Workshop: Schmeckt dieses Joghurt süss oder salzig, bitter oder vielleicht sauer? Oder ist es sogar süss-sauer? Welche Frucht steckt darin: Erdbeere, Himbeere oder doch Pfirsich? „Hmmmm, das isch fein!“, ist man sich einig. „Und weles isch das mit Schoggi?“, will Florian wissen.

 

Die Nasen der 4. Klasse stecken bereits in „Aroma-Dosen“. Welcher Duft gehört zu welchem Lebensmittel? „Das isch Vanille!“ – „Das isch grusig.“ Eine Gruppe stimmt ab: „Schmöck mal, das isch doch nid Banane!“ – „Erdbeer oder Mango villech?“

 

Die 2. Klasse erforscht vier verschiedene Geschmacksrichtungen mit der Zunge. Mit einer Pipette werden wenige Tropfen der salzigen, süssen, sauren oder bitteren Flüssigkeiten aus den PET-Flaschen in die Münder geträufelt und schlagartig zeigen sich auf den Gesichtern die Geschmacksrichtungen. „Das isch Meerwasser!“ Vincent ist sich sicher.

 

„Wer kennt die fünfte Geschmacksrichtung?“, fragt Frau Pfammatter, die Klassenlehrerin der fünften Klasse. Die fünfte Geschmacksrichtung kennen die Kinder noch nicht. „Es ist umami“, verrät ihnen die Lehrerin. „Bouillon schmeckt so.“

 

Die 5. Klasse muss sich ganz schön beeilen. So schnell wie möglich entscheiden die Schülerinnen und Schüler, ob Kaffee, Pilze oder Tomaten aus der Schweiz oder doch aus dem Ausland stammen. „Was man im Coop kaufen kann, zählt nicht!“, erklärt Frau Schambach. „Überlegt euch, was bei uns auf den Bäumen und Feldern wächst.“

 

Viola ist sich nicht ganz sicher. Schliesslich entscheidet sie sich bei den Haselnüssen für die Schweiz.

 

Kurz vor dem Mittagessen werden die Bäuche der 6. Klasse im Apfelschnitzli-Workshop noch einmal so richtig angeregt. Mit Augen, Nase, Händen, Zunge, Lippen und Ohren wählt jeder und jede ihren Apfel-Favorit aus drei verschiedenen Sorten. „De isch fruchtig-sur!“ – „Jetzt loseni mal nume bim Abbisse.“ – „Er schmöckt süesser im Mul als a der Nase.“ Die Kinder sind wahre Wahrnehmungsprofis. Eindeutiger Liebling der Klasse ist der Gala-Apfel. „Süess, saftig und knackig muess er si!“

 

Bevor die Kinder ihren Eltern zu Hause erklären können, wie umami schmeckt, welches der beste Apfel und welches das beste Joghurt ist, dürfen die Schülerinnen und Schüler in der Turnhalle allen anderen berichten, welcher ihr Lieblings-Workshop war. Am beliebtesten waren bei den Schleckermäulern die Degustations-Workshops „weil man am meisten essen konnte“.

 

Morgen geht das „Fit for future“-Projekt weiter mit den Workshops zur Brainfitness.